Gewerbestrom – Strom für Gewerbekunden

Bei Gewerbestrom handelt es sich um keine besondere Art der elektrischen Energie. Gewerbestrom, der auch von einigen als Industriestrom bezeichnet wird, verwenden Stromanbieter, damit sie Kundengruppen voneinander abgrenzen. Dieser Strom wird zu preiswerten Gewerbestromtarifen abgerechnet. Die Abrechnung von Privatstrom erfolgt zu Privatstromtarifen. Allgemein haben die Privatstromtarife einen höheren Preis je Kilowattstunde als Gewerbestromtarife. Unter der Bezeichnung Privatstrom verwaltet man die Kunden, die zur privaten Nutzung Strom beziehen. Mit Gewerbestrom wird die Nutzergruppe bedient, die ein Unternehmen mit Strom versorgen.

Gewerbestrom

Gewerbekunde

Als Erstes ist jede Firma ein Gewerbekunde. Hierbei spielt die Rechtsform keine Rolle. Nicht unternehmerische Personen sind prinzipiell ausgeschlossen. Lediglich von Betrieben können Gewerbestromtarife genutzt werden. Dazu zählen Handwerksfirmen, kleine Dienstleistungsunternehmen, große Betriebe der verarbeitenden Industrie sowie sämtliche weitere Unternehmen. Zugleich hat eine gewisse Abnahmemenge des Firmenkunden vorzuliegen, damit mit einem preiswerten Gewerbestromtarif abgerechnet werden kann. Manche Firmen verbrauchen keinesfalls viel mehr elektrische Energie als durchschnittliche Privathaushalte. Wegen des ziemlich geringen Bezugs profitieren sie keineswegs von einem preiswerteren Gewerbe- oder Industriestromtarif. Jedoch gibt es bestimmte Unternehmen, die viel mehr Strom verbrauchen, als Privatnutzer.

Wann sich Gewerbestrom rentiertStromleitung

Prinzipiell rentiert sich für Firmen immer eine Überprüfung der Verfügbarkeit von Gewerbestromtarifen. Ob Gewerbestrom von Unternehmen genutzt werden kann, ist vom gewählten Anbieter abhängig. Durch diesen werden die Mindestverbrauchsmengen festgelegt. In allen Fällen sollten Betriebe einen konkreten Stromvergleich durchführen. Hierbei prüft man genau, ob ein Bezug von Gewerbestrom überhaupt möglich ist. Einige der Versorger stufen Unternehmen schon in einen preiswerteren Gewerbestromtarif ein, wenn sie jährlich mindestens 5.000 kWh (Kilowattstunde) verbrauchen.

Wie Gewerbekunden das richtige Angebot im Stromtarif Dschungel finden und wechseln

Auf dem Markt gibt es viele Gewerbestromanbieter. Da Gewerbekunden einen höheren Stromverbrauch haben im Gegensatz zu Privathaushalten, schließt man diese an das Hochspannungs- oder Mittelspannungsnetz an. Lediglich Stromversorger mit Zugriff darauf haben die Möglichkeit, Gewerbestromtarife anzubieten. Zwar gibt es kein Gesetz dazu, aber die Stromversorger koppeln die preiswerten Gewerbestromtarife an die jährlichen Mindestabnahmemengen. Diese werden von den Anbietern selbst festgelegt. Bei manchen Lieferanten hat man eine Grenze bei 5.000 Kilowattstunden. Weitere bieten erst günstigere Preise an, wenn man zumindest 50.000 kWh jährlich verbraucht. In Abhängigkeit der Abnahmemenge, die erwartet wird, variieren die Strompreise. Hier genügt es, wenn man den Stromzähler beobachtet, damit der eigene Energieverbrauch ermittelt wird. Selbst die vergangene Stromrechnung kann über den Jahresverbrauch Auskunft geben. Doch nicht nur der Verbrauch alleine bestimmt den Gewerbestrompreis. Der Zeitpunkt der Stromabnahme nimmt ebenso Einfluss darauf.

Gewerbekunden, die mindestens 100.000 kWh im Jahr verbrauchen, müssen den Lastgangzähler ablesen. Solche Kunden sind im Normalfall Industriebetriebe, weswegen man hier ebenso von Industriestrom spricht. Unternehmen mit einer hohen Abnahmemenge bekommen demnach einen Lastgangzähler, um Industriestrom zu beziehen. Dieser zeichnet exakt auf, wann die Firma wie viel elektrische Energie verbraucht hat. Durch die Auswertungen können die Lieferanten und die Großabnehmer feststellen, in welchen Zeiten ein hoher Stromverbrauch vorliegt. Firmen, die bis zu 100.000 kWh verbrauchen, wechseln zum neuen Versorger genauso, wie Privatkunden. Im Normalfall hat man die Möglichkeit, auf der entsprechenden Internetseite den gewünschten Stromtarif zu wählen. Als Nächstes müssen die Daten online eingegeben werden. Der Wechsel erfolgt dann automatisch. Der neue Stromversorger übernimmt für das Unternehmen sämtliche Aufgaben, die während des Wechsels anfallen.